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Schönheit als Hindernis

Aktualisiert: 27. März


Eine kurze Vorgeschichte zu diesem Foto. Ich war Basketball spielen und habe meine Fotokamera intuitiv eingesteckt. Kein Plan und keine Erwartung, nur ein Gefühl, dass mich das richtige Motiv finden wird. Ein paar Tage davor, habe ich folgenden Text geschrieben und der Rest sollte sich ergeben. So spiele ich Basketball und nach einiger Zeit, gönne ich mir eine Pause auf einer Bank und als ich so pausiere, läuft diese schöne Person an mir vorbei. Das fehlende Foto zum Blogbeitrag taucht im Bewusstsein wieder auf, doch ich geh wieder zurück Basketball spielen und nach einiger Zeit, mache ich mich auf dem Heimweg. Intuitiv wähle ich den Weg durch den Park und da treffe ich erneut auf diese Frau. Intuitiv weiß ich, dass es passen könnte und ich entschließe mich, diese Frau anzusprechen. Sie ist super freundlich, aufgeschlossen und hört mir gespannt zu. Ich frage sie, ob sie sich dazu bereit erklärt, für diesen Blogbeitrag Modell zu stehen und nach ein paar Fragen zu meiner Arbeit, wechseln wir die Location und starten mit dem Portraitshooting. Ich gebe ihr Raum für ihre eigene Intuition und dadurch zeigt sie sich wie sie möchte. Sie posiert in unterschiedlichen Posen und gestaltet die Bildsprache selbst mit.


Es sind wunderbare Portraitaufnahmen entstanden und ich bin zu Beginn nicht sicher, welches Foto für diesen Beitrag passt. Doch dann fällt mir in der Nachbearbeitung auf, dass auf ihrem Pullover das Wort "beauty" abgedruckt ist. Ein Detail, dass ich beim Shooting übersehen habe und in diesem Moment ist mir klar, dass es dieses Fotos sein muss. Ich muss lachen.

Eine Frau posiert vor der Kamera. Sie hat blondes langes Haar und hält diese mit beiden Händen nach hinten. Dadurch sind ihre Ellbogen hochgehoben und Ihre Hände halten unter den Haaren im Bereich des Hinterkopfs. Ihr Blick ist direkt in die Kamera gerichtet und auf Ihrem Pullover steht das Wort "beauty"

Der schlafende Mensch empfindet Schönheit als etwas Anziehendes. Er lässt sich blenden und vergisst sich selbst.


Schönheit verschleiert die Schöpferkraft


Schlafende schöne Menschen haben es in der Welt leichter, weil sie durch die äußere Bewunderung, auf geringere Widerstände stoßen. Man serviert Ihnen die Dinge am Silbertablett und dadurch ist ihnen echter Kontakt oft fremd. Das geht so lange gut, bis die schöne Person bemerkt, dass es sich nicht um echtes Miteinander handelt. Weil ihr die Dinge serviert wurden, hat sie ein Gefühl von Nettigkeit entwickelt und weil es sich so gehört, bleibt sie freundlich und strahlt. Sie ist gut in den Dingen die sie tut, mit der Einstellung den Anderen zu gefallen. Unbewusst. Weil sie das durch ihre Schönheit automatisch tut, bleibt sie in der Welt erfolgreich und spielt das Spiel weiter. Bewunderung, Fans, falsche Freunde, Geld und unechte Gespräche sind die Folge. Durch die mangelnde Zurückweisung, kommen sie schwerer in die Situation, auf sich allein gestellt zu sein. Die Magie von Schönheit kann ein Hund sein und aus dieser Illusion zu erwachen schwierig.


Eine unschöne Person ist der Wahrheit näher


Eine unschöne Person erfährt Zurückweisung und Verletzungen schon in frühen Tagen, wodurch sie auf sich zurückgeworfen wird. Sie muss die Dinge selbst in Angriff nehmen, um am Ende herauszufinden, dass sie sich selbst lieben muss. Weil sie auf sich selbst zurückgeworfen wird, startet der Erkenntnisprozess sehr früh. Nach Therapiearbeit, Gruppenübungen, Workshops und anderen Dingen, hat sie genug und will es wissen. Sie möchte erkennen wer sie ist.


Schönheit ist oft die Basis in Liebesbeziehungen


Viele Paarbeziehungen sind auf Schönheit aufgebaut. Man lernt zwar sein Gegenüber zu akzeptieren wie es ist, aber die oberflächliche Schönheit dient als Kompromiss. Das ist keine Liebe, denn es geht nicht um ein echtes Miteinander und einlassen, sondern um Vorwürfe, Rechtfertigungen und Ablenkungen. Im Song Romcom ist dieses Spiel und die mangelnde Aufmerksamkeit für das Gegenüber und sich selbst gut zu beobachten. Es ist ein Miteinander, wo die Aktionen aus dem alten Ego und nicht aus den Impulsen der Seele entspringen.


Siehe auch:

• Hilfsmittel: loslassen

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