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Berührt Sein

Ich hatte in meinem Leben ... Das klingt nach einem coolen Start eines Romans :) ist es vielleicht auch ... Naja. Mal schauen ... Ich hatte in meinem Leben und vor allem in der Zeit meiner Selbstständigkeit ein paar Phasen, in denen ich auf emotionaler Ebene durch sehr große Themen durchgegangen bin. Vor meiner Erwachenserfahrung intensiv und danach nochmals viel krasser. Hätte ich das davor gewusst, hätte ich mir das anders überlegt :) Nein auf keinen Fall. 

In solchen schwierigen Phasen in einem Arbeitssystem als Angestellter zu arbeiten, empfand ich als sehr anstrengend und so ging mein Weg sehr früh in die Selbstständigkeit. Und zwar als Berufsfotograf. Anfang 2026 war ich jedoch an einem Punkt, an dem gefühlt nochmals alles wegbrach, und damit meine ich Menschen, Wohnung, KundenInnen und Geld. Erst sehr spät habe ich erkannt, wie sehr ich beim Thema "rausgehen" hänge, und das war eigentlich die große Erkenntnis in diesem ganzen Prozess. Dieser Beitrag zeigt mich in einer Zeit, in der ich Anfang 2026 seit Ewigkeiten wieder mal angestellt war, bis hin zum Übergang zurück in die Selbstständigkeit. Der Abschluss ist ein Erlebnis mit dem Kunden, das mich tief im Herzen berührt hat.

Zu diesem Bild hat mich der aktuelle Minions & Monsters (Trailer) Film inspiriert. Diesen möchte ich an dieser Stelle empfehlen. Ein super Storytelling, mit einer Geschichte, die ich total kreativ und romantisch finde. Und auch die Kraft von Intuition innerhalb der künstlerischen Umsetzung von Minion James, finde ich total gelungen. Süß sind diese kleinen Dinger natürlich auch, auch wenn ich die Idee, dem bösesten Bösewicht des Planeten zu dienen, nicht befürworte.
Zu diesem Bild hat mich der aktuelle Minions & Monsters (Trailer) Film inspiriert. Diesen möchte ich an dieser Stelle empfehlen. Ein super Storytelling, mit einer Geschichte, die ich total kreativ und romantisch finde. Und auch die Kraft von Intuition innerhalb der künstlerischen Umsetzung von Minion James, finde ich total gelungen. Süß sind diese kleinen Dinger natürlich auch, auch wenn ich die Idee, dem bösesten Bösewicht des Planeten zu dienen, nicht befürworte.

Ein GroSSes Thema


Anfang 2025 kam in einer Begleitung bei Reiner Maria ein Thema bei mir ans Licht, das tief verschüttet war, doch darauf will ich momentan nicht weiter eingehen. Ich möchte darauf hinaus, dass ich zu dieser Zeit mit meiner Integration wirklich gefordert war und noch immer dabei bin, dieses Thema zu integrieren. Meine Zwillingsseele ist mir auch noch begegnet und sowohl die gemeinsame Zeit, als auch die Trennung nach drei Monaten, waren die Krönung für mich. Auf jeden Fall war dieser Prozess so intensiv, dass ich mir für Anfang 2026, nach knapp 10 Jahren Selbstständigkeit, wieder einen Job gesucht habe. Ich bin zur österreichischen Post gegangen. Einen Einblick in diese Zeit gebe ich auch in einem Blogbeitrag, den ich unter diesem Beitrag anführe. Nun gut, lange habe ich es dort nicht ausgehalten, denn da bin ich zu hochsensibel und die Mitarbeiterführung war für mich leider auch nicht wirklich förderlich. Mein Gedanke war schon, dass ich draußen beim Zustellen frei und somit selbständig arbeiten kann und in der Zeit nach meiner Arbeit mein Gewerbe wieder langsam hochfahre. Da war ich rückblickend betrachtet naiv. Das ging total in die Hose und ich war nach 3 Monaten sowas von ausgebrannt, dass ich kündigen musste.


Die Zeit danach

Dann war ich beim AMS und habe gleichzeitig zum ersten Mal in meinem Leben Sozialhilfe bezogen. Da sprechen wir von einer Deckelung von 1.200 Euro. Das AMS hat mir jedoch nach meiner Kündigung, den AMS-Bezug für ungefähr einen Monat ausgesetzt. Und so blieben mir ungefähr € 600,- zum Leben. Wirklich krass und sehr fordernd für mich. Die Kosten meiner unternehmerischen Ruhendlegung sind weitergelaufen und einen Gewinn machte ich aus finanzieller Sicht daher nicht. Ich wusste es führt kein Weg daran vorbei, wieder selbstständig zu sein, da ich so in meiner Einnahmeempfänglichkeit flexibler bin und mir diese Unternehmungen mit Freude und Spaß aufbebaut habe. Und so habe ich nach einigem zögern, erneut den Schritt gewagt und meine beiden Unternehmungen wieder voll aufgemacht. 

Wie ich oben erwähnt habe, hat mich das Thema des "Rausgehens" sehr beschäftigt. Wann ist ein "Rausgehen" stimmig und wann nicht? Auch im Kundenkontakt. Irgendwann bin ich draufgekommen, dass die Freude der Schlüssel ist. Wie konnte ich das nur vergessen. Freude am Kontakt mit alten Kundinnen, Freude mich zu zeigen, und Freude wieder zu fotografieren, und Freude, mein Angebot vom Wesenszug zur Verfügung zu stellen.


Und so hatte ich den Impuls, eine Firma anzurufen, bei der ich den Kontakt immer sehr geliebt habe und schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit als Fotograf 2014 für Bauprojektfotos im Einsatz bin. Ich bin in mich gegangen und dann war da der Impuls, einen der Geschäftsführer anzurufen. Ich war daran interessiert, was sich bei ihm tut, und es ist auch heute noch immer schön, seine Stimme zu hören. Und nach einem kurzen Austausch am Telefon, kommt eine direkte Anfrage für ein paar Bauprojekte die zu fotografieren wären. Ich war total überrascht und hab mich gleichzeitig riesig gefreut. Das ging wirklich schnell, überrascht mich jedoch auch nicht. Nach zwei ausgemachten Halbtagesshootings kam dann überraschend auch noch ein Dreivierteltag dazu. Wir reden da von einem Auftragsvolumen von ca. € 6.000,- bis € 8.000, wenn von Kundenseite alles ausgeschöpft wird. Dieser hat im Preis nämlich eine gewisse Anzahl von Bildern, und wenn er weniger benötigt, rechne ich das dagegen. Das ist auf jeden Fall nicht nichts, auch weil damit viel Arbeit einhergeht.


Auf jeden Fall super cool und nun kommt es zur Phase des Projektabschlusses und der Verrechnung, wo der Kunde ein Zahlungsziel von 14 Tage, 2 % Skonto oder 30 Tagen netto bei mir hat.


Kritischer Übergang

Nun war es so, dass ich finanziell gerade so über die Runden kam und echt zum Schwitzen kam. Eine alte Schulfreundin hat mich in dieser Zeit auch finanziell unterstützt, worüber ich auch im letzten Videonewsletter spreche und den ich unten in diesem Beitrag verlinke.


Also rein mathematisch waren die Shootings auf die zweite und dritte Juniwoche verteilt und mit dem Zahlungsziel, das ich mit dem Kunden vereinbart habe, war ich in einer einkommenslosen Lücke. Das Geld des AMS und der Sozialhilfe blieb mit Anfang Juni aus und das bedeutete, ich hatte im ganzen Juni null Einkommen. In der Zeit bei der Post, konnte ich nicht wirklich was zurücklegen, obwohl ich offene Urlaubstage ausbezahlt bekommen habe.


Meditieren hat mir in dieser Zeit geholfen, mir bewusst Zeit für mich selbst zu nehmen. Ich wusste das geht sich mit Überziehungsrahmen nur sehr knapp aus und ich möchte diesmal auch nicht bis auf den letzten Moment warten, bis sich die Lösung auftut. Das hatte ich oft genug, dass genau im letzten Moment das Passende da war, nur diesmal hatte ich einfach keine Lust drauf es so weit kommen zu lassen.

 

Eine positive Wendung


Wie es der Zufall so will ;) Ein Teil der Bilder wurde überdurchschnittlich schnell gebraucht. Es gab seitens der Firma eine Magazinanfrage, in der sie die aktuellen Bilder gerne verwenden möchten.


Vielleicht kurz zu meinem Arbeitsworkflow, in dem ich mich sehr oft variiere, jedoch im Rahmen bis jetzt sehr gut damit gefahren bin. "Never change a winning horse" kommt mir an dieser Stelle. Also. Zum Arbeitsworkflow. Der Kunde bekommt eine Vorauswahl und wählt in diesem Fall die Bilder aus, die er haben möchte. Diese bearbeite ich in einer höheren Qualität, sprich, ich gehe dann nochmals in die Details, bis es für mich gut passt. Schönheit ist wie gesagt, auch ein Weg. Schon alleine in diesem Prozess vom Fotografieren bis hin zur finalen Datenlieferung, vergeht einige Zeit. Und dann noch die Rechnungslegung mit der minimalen Frist von 14 Tagen. Da sind wir schon bei einem Gesamtleistungszeitraum, der gefühlt bei 1,5 Monaten liegt.


Ein offenes Gespräch

Im Prozess der finalen Auftragsabwicklung oder besser gesagt der Bildbestellung, kam dann das Thema Verrechnung nochmals auf und zu diesem Zeitpunkt habe ich mich geöffnet. Ich habe ihm sehr offen und auch teilweise verletzlich wissen lassen, wie sich die Wiederaufnahme meines Gewerbes gestaltet und dass mir ein Entgegenkommen der Zahlung sehr helfen würde. Ich meinte auch, dass ich eine Absage von meinem Anliegen gut verstehen kann und diese im Gegensatz aber auch eine gewisse Klarheit für mich bringt. Darum geht eigentlich im Kern dieses ganzen Prozesses. Um Klarheit. Ich bin ein Freund von gegenseitiger Unterstützung und so habe ich im selben Atemzug für sein Entgegenkommen eine Erhöhung des Skontobetrages um 3 % angeboten, die er dankend angenommen hat.


Seine Antwort, in meinen eigenen Worten:"Na klar Martin. Kein Ding. Stell die Rechnung deiner aktuellen Leistung und schicke sie mir per Mail. Dann kann ich sie dir einen Tag später überweisen.


An dieser Stelle möchte ich ein Lied teilen, das hier ganz gut hineinpasst:


Pause


Ich war total berührt und das habe ich ihm per Mail mitgeteilt. Ein Ballast ist mir vom Herzen gefallen.


Bei manchen LeserInnen kommt hier vielleicht die Frage auf:"Martin, wie kann jemand in diesem Bewusstsein ein Geldthema haben?" Total berechtigt :) und nur raus damit mit diesen Fragen :) Ich kann dazu nur sagen, dass ich finanziell sehr wohl schon total im Fluss war und trotzdem anscheinend nochmals was angesehen werden will, denn das ist ein ganz altes Thema von mir.


Am Ende war das Geld sogar noch am Tag des Mailversandes, mit Sofortüberweisung auf meinem Konto.


Den berührenden Moment der Überweisungszusage teile ich auch in einem Video (Nr. 13, Runterscrollen notwendig) aus dem Flow. Mich so zu zeigen, habe ich so in einer Videoaussendung noch nicht gemacht. Da wird mir gerade bewusst, dass auch das ein Teil des Rausgehens ist, das sich bei mir gerade integriert.


Siehe auch:


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