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Freundschaftliche Begleitung

Wenn ich unterwegs bin und mit Menschen in Kontakt komme, werde ich oft gefragt, was ich beruflich mache. Dann antworte ich sehr oft mit der Aussage "Ich begleite Menschen". In letzter Zeit habe ich diese Aussage verdichtet und dabei kam der Satz in meiner Headline auf der Startseite bei mir raus. "Ich begleite Menschen in Bewusstwerdungsphasen, ..." Siehe Startseite. Für viele Menschen ist es trotzdem sehr schwer nachzuvollziehen, was ich mache und vor allem, wie ich es mache. Bei Zweiterem tu ich mir gerade selbst etwas schwer zu beschreiben, weil die Neuartigkeit dieser Art und Weise mit bekannten Hilfsangeboten nur ansatzweise zu vergleichen ist. Gut möglich, dass ich hier der Zeit etwas voraus bin.


In diesem Beitrag gehe ich daher näher auf die Wichtigkeit des freundschaftlichen Verhältnisses in einer Begleitung ein. Aus meiner Sicht ist gut spürbar, wie es durch diese Kontaktenergie zu einer Wirkung kommt. Viel Spaß beim Lesen.

Es war eine der letzten Begleitungsanfragen, die ich hatte. Eine Dame kam zu mir mit dem Thema, dass sie nicht da sein will. Nicht da auf dieser Erde, hier und jetzt. Schon mal richtig cool, dass ihr das so bewusst war und die Dame. Nun war es so, dass wir uns einen Termin für ein Einzelgespräch und auch die Lokalität für das Treffen ausgemacht haben.


Die Dame war an dem Abend sehr schweigsam und das Gespräch blieb zu Beginn sehr einseitig. Ich habe erzählt, was gerade da ist und einfach geteilt. Sie war von ihrer Präsenz teilnahmslos und genau darum ging es ja bei dieser Begleitung, nämlich diese Teilnahmslosigkeit zu entlassen.


Für manche Menschen ist diese Einseitigkeit angenehm und ich genieße es auch, Schönes zu teilen. Doch nichts geht für mich über einen Austausch, der wie ein Tischtennisspiel hin und her geht. Wenn nichts bis wenig von meinem Gegenüber zurückkommt, verlasse ich die Situation, bleibe still oder ziehe weiter. Was halt vom Gefühl und meinen Impulsen da ist.


"Freundschaftliches Verhältnis"

Ich schreibe hier bewusst das Wort "freundschaftlich", denn das ist einer der Aspekte, der diese Gespräche mit mir so wirkungsvoll macht. Denn in einem freundschaftlichen Verhältnis begegne ich den Menschen in der natürlichsten Rolle die es gibt. Als Menschenfreund. Und weil ich als Freund da bin, entsteht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Das wird auch nicht angesprochen, denn das ist einfach da, wenn ich bin, wie ich bin.


Eine halbe Ewigkeit später



Die Rolle Freund gibt es im Endeffekt gar nicht, denn im natürlichen Beisammensein entsteht Freundschaft automatisch. Ob sich der Kontakt entwickelt und auch sein kann, ist ein anderes Thema und das würde hier den Rahmen sprengen. 


Auf jeden Fall sitzen wir wie beschrieben in dem Lokal unserer Wahl und nachdem eine halbe Ewigkeit nichts von meiner Dienstnehmerin zurückkommt, teile ich ihr mit, dass ich dann bald gehen werde.


Hier möchte ich erwähnen, dass das Phänomen der halben Ewigkeit auch dadurch entsteht, da meine Treffen keinen fixen Zeitrahmen haben. Sie dauern so lange, wie sie eben dauern. Siehe auch die Beschreibungen im Ticketbereich der Website. Das ist wichtig, denn das fördert die Anbahnung von etwas. Oder eben nicht, wenn die Dienstnehmerin wie in diesem Fall in der Zurückhaltung verweilt. Genau an diesem Punkt bin ich als sehender Freund für sie da und begleite sie dadurch.


Auf jeden Fall hat meine Aussage zur Folge, dass sie sich innerlich aufgewühlt fühlt. Hat sie doch ein Gespräch bei mir gebucht und jetzt einfach zu gehen, das geht gar nicht für sie. Tataaaa ... Die Öffnung beginnt.


Meine Aussage zeigt Wirkung

Im Fall der Begleitung und der Ticketvarianten, die ich anbiete, haben sowohl ein Einzelticket als auch die anderen Begleitangebote flexible Zeitfenster. Das macht was mit meinen Dienstnehmerinnen und das ist auch ein wichtiger Aspekt, der in einem begleiteten Treffen für mich wichtig ist. Es fördert das Gefühl des Einlassens und auch das Gefühl davon, dass etwas entstehen kann. Ein schöpferischer Prozess und somit etwas Göttliches.


Auf jeden Fall regt sich meine Dienstnehmerin etwas auf und gibt mir zu verstehen, dass ich so nicht gehen kann. Ich erwidere ihr, dass ich das Treffen schön finde, jedoch wenn von ihr nichts retour kommt, dann macht mich das traurig. Und dann folge ich dieser Traurigkeit. Das heißt, mein Gefühl und auch mein Impuls sagen mir, was ich nun zu tun habe. Ich gehe durch meine offene Art an dieser Stelle nochmals auf sie ein und bleibe proaktiv. Ich wähle neu und teile ihr mit, dass ich mir noch ein Achterl Rotwein zum Abschluss bestellen möchte. Dabei würde ich gleich zahlen und nachdem ich ausgetrunken habe, auch gleich gehen. Ein minimales letztes Entgegenkommen meinerseits. Ihr Ego versucht hier mit allen Mitteln mich festzuhalten, um nicht sie selbst zu sein. Sie realisiert in diesem Augenblick, dass ich es mit dem Gehen wirklich ernst meine, und in diesem Moment öffnet sie sich weiter. Sie beginnt zu sprechen. Den Inhalt lasse ich bewusst aus, denn es geht jetzt darum, dass sie sich öffnet. Durch die Öffnung von dem, was sie wirklich bewegt, bleibt sie da. Sie beginnt zu erzählen und ich gebe ihr zu verstehen, dass sie jetzt gerade hier bleibt. Ich fordere sie auch auf, dieses da bleiben wahrzunehmen. Ich spiele sozusagen den Ball zurück, indem ich ihr zu erkennen gebe, dass der Mut zur Ehrlichkeit und die Überwindung das Dasein sind. Diesem Impuls zu folgen bringt das Gefühl von Dableiben mit sich. Egal wie perfekt und unperfekt es ist.


An dieser Stelle möchte ich kurz die Ehrlichkeit hervorheben. Nichts geht über Ehrlichkeit, egal in welcher Phase des Lebens du dich befindest. Kurz innehalten und ehrlich sein. Das geht immer. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass die Ehrlichkeit der Magnet der Anziehung ist. Ich finde, das habe ich schön geschrieben :)


Mein Gesprochenes wirkt nun und sie beginnt ihr Dasein zu realisieren. Sie wird sich ihrer Präsenz bewusst. Ein Stein fällt ihr vom Herzen und sie freut sich riesig. Sie spricht frei von der Leber und nimmt am Austausch teil. So als wäre sie nie weggewesen. Wir bestellen uns daraufhin noch jeder was zum Trinken und lassen den Abend noch ein paar Stunden in einem wunderschönen Treffen ausklingen. Wir haben mega viel Spaß :) Das gehört ja zu einem Happening und zu diesem freundschaftlichen Treffen dazu.


Stell dir das mal bildlich vor

Eine Schilderung zur Begeisterung über das Begleitungssetting möchte ich hier noch abschließend anbringen. Stell dir das mal bildlich vor. Zwei Menschen sitzen in einem Lokal unter all den anderen Gästen. In der Welt, wo viele Menschen ihre Masken aufhaben. Sich da zu zeigen, erfordert Mut in die Welt hineinzugehen und eben da zu sein.


Die Tische im Gastgarten sind außerdem noch relativ nah beieinander gestanden, sodass eigentlich jede Person im Gastgarten mithören konnte. Und ich war für Sie da und diese Energie kann auch für das Umfeld inspirierend sein. Ihre Reaktion, als ich ihr mitteilte, dass ich nun gehen werde, hat sogar eine Reaktion beim Kellner ausgelöst. Er wollte sie schon fragen, ob alles in Ordnung sei und ob sie mit mir ein Problem habe. Also auch für mich richtig krass :) hehe. Was soll ich sagen :)  Es ist einfach unglaublich, wie effektiv eine Begleitung in der Welt im freundschaftlichen Verhältnis ist.

Geh gerne auf mich zu



Eine Einladung an dich

Wenn dich was bewegt und du schon länger nicht weiter weißt, dann lade ich dich herzlich ein, mir zu schreiben und ich schau, wie und ob ich dir Unterstützung geben kann.

 

Hier nochmals der Link zu den Tickets, sofern du diese noch nicht gesehen hast. Passiert den Besten ;) :) Also auch mir :)


Siehe auch folgende Blogbeiträge:

• Hilfsmittel: Ehrlichkeit


Zum Thema "spielerische Kommunikation"

• Buchempfehlung: Meins & Deins - und dazwischen spielen wir Alles Liebe

Martin

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