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Meine Begeisterung für Begleitungen

Was mich an Begleitungen so sehr begeistert.


In meinem letzten Blogbeitrag schreibe ich über die Gurukultur und heute möchte ich mit meiner Begeisterung dafür, dieses neuartige Berufsbild weiterbeleuchten. Auch den minimalen Unterschied zu freundschaftlichen Begegnungen schenke ich in diesem Text meine Aufmerksamkeit und beginnen möchte ich mit einer Geschichte über die Entstehung des folgenden Fotos mit Chat GTP.

Teilaspekte habe ich mit KI bzw. Chat GTP verändert.
Teilaspekte habe ich mit KI bzw. Chat GTP verändert.

In meinem Whats App Status teile ich gerne Geschichten im Flow und das schreibe ich, weil es mit der Entstehung dieses Bildes zu tun hat. Diese Reals lade ich seit kurzer Zeit auch in den Websitebereich Tagesgeschehen rein und ergänzend zum Video Nr. 6, schreib ich hier über eine Sidestory des Videos.


Im Video erzähle ich von einer Frau, die mir angeboten hat, mich mit dem Auto mitzunehmen. Ich bedanke mich sehr herzlich, doch erwähne, dass ich bereits das Taxi bestellt habe. Ich entgegne ihr auch, dass ich es voll schön finde, das sie aufhält und mir dieses Angebot macht und so kommen wir weiter ins Gespräch. Wir tauschen uns in diesem Atemzug darüber aus, das ich gerade auch eine neue Wohnung suche und sie notiert sich meine Nummer. Danach sprechen wir über Fotografie und wir teilen unsere Begeisterung darüber. Witzigerweise arbeitet sie in der Tierarztpraxis die unter meiner letzten Wohnung in Königstetten angesiedelt ist. Da dämmert mir, das wir uns kennen und so quatschen wir auch über das toxische Verhalten der Vermieterin des Hauses und wie mühsam der Kontakt mit ihr war und auch für sie ist. Wie bereits erwähnt sprechen wir über Fotografie und sie zeigt mir daraufhin ein Bild, wo sie die Aufnahme eines Hundes durch die Hilfe von Chat GTP in ein künstlerisches Bild verwandelt. Ich bin begeistert und feiere ihre Kreativität. Dieser Austausch wirkt bei mir nach und nachdem ich zuhause das Video aufgenommen habe, probiere ich diese Funktion in Chat GTP mit einem Portraitfoto von mir aus.



Ich gebe der KI die Anweisungen und möchte einen Kaffeehaushintergrund im modernen vintagestil erkennen können. Die Beleuchtung soll warm und freundlich sein. Das ist das Ergebnis und ich bin begeistert über die einfache Möglichkeit etwas schönes zu gestalten.


Die Magie der Offenheit


Ich finde das Foto sehr passend für diesen Beitrag, weil ein bestimmter Zeitraum innerhalb der Begleitung sehr oft in einem Kaffeehaus oder ähnlichem stattfindet.


Als Begleiter nehmen Menschen meinen Dienst in Anspruch, wenn sie bei einem Thema feststecken und es auflösen möchten. Je nachdem welche Begleitungsform sie wählen oder wir gemeinsam abstimmen, lassen sie sich auf diesen besonderen Dienst ein. Dadurch das sie etwas wissen wollen, sind sie im besten Fall offen und zugänglich für das was ich zu sagen habe und in dieser Offenheit bin ich direkt. In dieser Haltung spreche ich an wenn ich einen Aspekt erkenne oder stelle romantische Fragen die sich auf das beziehen, was meine Dienstnehmer Innen gerade selbst nicht sehen. In dieser Art des Redens gehe ich förmlich auf und das begeistert mich sehr. Es entsteht eine besondere Art der Meister SchülerInnenbeziehung die mit kaum einer anderen Beziehungsform vergleichbar ist. Die begleitende Person trifft auf einen Menschen, der Weisheit lebt, diese ausspricht und damit das Herz und/oder/auch die Seele berührt. Dieser Aspekt der Berührung schafft diese besondere Verbindung. Vor allem der Punkt der Entscheidung sich etwas von jemanden sagen zu lassen öffnet diesen Kanal.

 

Braucht es diesen Dienst?


Eigentlich braucht es diesen Dienst gar nicht, wenn die Menschen in Freundschaften offen und ehrlich kommunizieren, jedoch hat auch jeder Dienst seinen Wert. Und da die meisten Menschen sich schwer tun in einem erwachten Bewusstsein zu sprechen, kommt die Auflösung des Themas in Konflikten innerhalb von freundschaftlichen Beziehungen aus meiner Erfahrung eher selten vor. Mit auf ein paar Ausnahmen natürlich.


Nebengeschichte:

Vor ein paar Tagen war ich auf einem Kunstevent in Wien eingeladen. Es hat mich gegen Ende der Veranstaltung ins Dachgeschoss des Gebäudes gezogen und so bin ich auf ein paar sehr nette Menschen getroffen, die auf Sesseln im Kreis gesessen sind. Ein Platz war frei und so habe ich mich dazugesetzt. Etwa eine halbe Stunde später hat eine Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren den Raum betreten und sich neben mich gesetzt. Ich gebe ihr hier den Namen Franziska um sie anonym zu halten. Ihre Frohnatur finde ich entzückend und es begeistert mich mit ihr über Kunst und auch über eine potentielle Kooperation zu sprechen. Und auch darüber was uns gerade so bewegt. Eine spüre eine gute Resonanz zwischen uns beiden. Eine andere Frau in der Runde erwähnt zwischendurch eine Open Mic Veranstaltung, die nächsten Freitag stattfindet. In diesem Zusammenhang habe ich den Impuls Franziska von meinem Bühnenformat „auf Schiene“ zu erzählen. Ich schildere ihr, wie ich durch Impulse das was da sein will zum Besten gebe. Ich erzähle ihr auch die Schilderung aus der Ideenlandebahn, wo die Open Mic Veranstaltung in einen Karaokeabend gemündet ist. Diesen Text findest du als Erzählung über Veranstaltungsreihe auf Schiene. Die Verlinkung findest du unten im Text dieses Blogbeitrages. Auf jeden Fall ist in den Erzählungen der natürliche Fluss in meinen Worten spürbar und das wirkt. In diesem wirken wird es ruhig und Liebe ist in der Luft.


Im Fall dieser Erzählung gebe ich meine Wahrheit auf der Bühne weiter. Da in meiner Wahrheit auch eine allgemeine Wahrheit spürbar ist, wirkt das Gesagte. Die Art und Weise bzw. wie ich die Wahrheit teile ist Wahrheit. Ehrlich, mit Bewusstsein über den Fluss und mit Begeisterung über meine Fähigkeiten im Leben. Franziska spricht in diesem Atemzug auch über Verletzlichkeit und das alles da sein darf was gerade ist und das berührt wiederum mich selbst. Ich erwidere, dass die Verletzlichkeit für mich auf der Bühne oft in den Hintergrund rückt, weil meine Begeisterung etwas für den Fluss selbst zu machen drüber steht. Die Essenz des hingebungsvollen Dienstes ist eine andere Beschreibung dafür.

 

Wenn ich privat als Martin unterwegs bin, dann bin ich in der Rolle als Privatperson da, die halt so erzählt was sie so treibt. Gute Sätze aus der Bewusstseinsarbeit haben da eher weniger Raum und oft entgegnet mir hier spirituelles Ego, sodass ich diese Aussagen einfach sein lasse. Einfach weils nichts bringt und gegeneinander gesprochen, anstatt über etwas geredet wird.


Mit den guten Sätzen meine ich:

• "be a light onto yourself“ oder

• "I give you less then a less then a second."


Das spirituelle Ego begegnet mir auffälligerweise meistens bei Menschen die im bewussten Erwachen sind oder die in der Esoterik beheimatet sind. Da ist es mir mittlerweile lieber, ich spreche mit Menschen in einem schlafenden Bewusstsein und über Themen wie gutes Essen, wohnen oder Freizeitaktivitäten. Was halt gerade da ist. Das wirkt oft oberflächlich, jedoch entdecke ich aufgrund der Schilderungen der anderen Menschen oft selbst etwas Neues für mich und somit sind diese Schilderungen sehr inspirierend für mich.

 

Im Fall von Franziska erlebe ich kein spirituelles Ego und das macht dieses Gespräch so angenehm für mich. Zwar ist sie in vielen Bereichen unbewusst - das meine ich nicht wertend - und trotzdem feiere ich die Zeit mit ihr sehr.


Und jetzt kommt der kleine aber feine Unterschied, wenn eine Begleitung gebucht ist oder wenn es sich um eine alltägliche Begegnung wie mit Franziska handelt.


Ich spüre da einen Widerstand bei ihr, sich etwas sagen zu lassen und der ist wichtig. Ein Widerstand der voll ok, denn es geht hier um etwas größeres. Ein Widerstand der eigentlich keiner ist, sondern ich würde das jetzt mal als heilige Abgrenzung bezeichnen. In diesem spüren der Abgrenzung liegt auch die Entscheidungsfreiheit bzw. steigt bei meinem Gegenüber meistens der Impuls auf, den Dienst der Begleitung bei mir in Anspruch zu nehmen. Und erst dann ist es möglich auch direkt auf die Wahrheit zu zeigen und vorallem die der andere Person. Das ist der kleine und feine Unterschied, Licht auf die Wahrheit des Gegenübers zu werfen. Diese Art des Sprechens ist einer der beiden großen Katalysatoren im Gespräch. Einmal das Erzählen von Geschichten im Flow, also wie es sich in der Welt zeigt und einmal die Essenz selbst zu beschreiben oder bessergesagt auf sie zu deuten und zu umschreiben.

 

Mooji hat diese Diskrepanz der bewussten Zurückhaltung der direkten Wahrheit in einem Video mal schön geschildert. Das Video möchte ich momentan nicht heraussuchen und lieber darüber schreiben. Er liest darin den Brief eines Mannes vor, der diese Wahrheit des Seins erkannt hat und der damit hadert, dass diese Erkenntnis und das teilen davon niemand wirklich wissen will.  Mooji erzählt weiter, dass dieses Geschenk der Erkenntnis nur präsentiert werden kann, wenn der andere Mensch erkennt, dass es da ein Geschenk für ihn selbst gibt. Und auch das dieser den Dienst des Meisters oder der Meisterin bewusst wählt. Ähnlich wie bei einer Schatztaucherin, die am Grunde des Meeres etwas findet und niemand geht auf einen weiteren Tauchgang mit ihr mit. Das triffts für mich perfekt und beschreibe diese Haltung hier mit einem Wort, nämlich Demut.

 

Was ist Demut?

Demut ist die Fähigkeit mit dem zu bleiben was ist. Die andere Person so sein zu lassen wo sie steht und im Vertrauen zu bleiben. Im Vertrauen, dass sich alles fügt und das es kommt wenn es passt. In diesem Fall die Inanspruchnahme der Begleitung. Demut hat etwas Heiliges und etwas Mutiges im Wissenden schweigend zu bleiben. Und in diesem Schweigen sich selbst treu zu sein.


Ohm Shanti


Siehe auch:

• Buch: Meins und Deins


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