Resonanz in Begleitungen
- Martin Anger
- vor 5 Tagen
- 14 Min. Lesezeit

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir schon länger auf dem Herzen liegt. Ich beleuchte die Neuartigkeit des Berufsbildes „Begleiter“ und was für dich als suchende Person bei so einer Wahl wichitg sein kann. Interessant ist der Text aus meiner Sicht für Menschen die eine andersartige Unterstützung suchen und eine Offenheit für Gurukultur haben. Ich selbst habe das Wort Guru selbst immer sehr nüchtern betrachtet, denn meine Filter für etwas Besonderes waren immer sehr gut ausgeprägt. Für mich war ein Guru immer ein Mensch wo ich gespürt habe, dass dieser etwas weiß was ich noch nicht erkannt habe und im selben Atemzug hat es sich das miteinander wie eine erwartungsfreie Freundschaft angefühlt. Ich hatte da immer das Gefühl, dass es sich bei der Person um eine angenehme Autorität handelt und nicht um eine aufgesetzte. Du weißt bestimmt was ich meine.
Das Wort "GURU"
Das Wort Guru heißt ja übersetzt „Lehrer“ und das trifft aus meiner Sicht nicht ganz zu, obwohl es durch das Gesagte des Gurus im besten Fall zu einer Wirkung kommt. Für mich die Essenz des Lehrens.
Jetzt wo ich einen genaueren Blick auf das Wort Lehrer werfe, fällt mir auf, dass darin das Wort „Lehre“ steckt. Für mich ist ein Guru der Vermittler einer Wahrheitslehre. Mit Wahrheit meine ich eine Sprache, welche die die Essenz des Lebens trifft und somit die suchende Person zu sich selbst bringt. Somit gibt es hier ein sowohl als auch. Sowohl die Wahrheit des Lehrers und die Wahrheit der suchenden Person. Dann passt das Wort ja doch irgendwie :), obwohl ich selbst das Wort Begleiter bevorzuge. Einfach deshalb, weil es für mich ein freundschaftlicheres Gefühl in sich trägt. Und dieses Gefühl ist schon mal der erste Hint auf das Gefühl der Resonanz.
Das Wort "GURU"
Dieser Text dient als Orientierung für Menschen die Kontakt zu einem Guru haben, oder aus tiefsten Herzen nach dem richtigen Lehrer suchen. Einfach weil sie wissen, dass Ihnen die üblichen Unterstützungsangebote nicht mehr wirklich hilfreich sind und sich alt anfühlen. Du weißt bestimmt was ich meine. Ich verwende in diesem Text abwechselnd Wörter wie Guru, Lehrer, Meister und Begleiter im selben Kontext und es ist damit immer ein Mensch gemeint der weiß.
Einfachheitshalber gendere ich nicht und darum springe ich einmal vom männlichen Ausdruck zum Weiblichen. Für mich ein neuer Versuch und cool diese Herangehensweise auszuprobieren :)
Dieser Beitrag ist für Menschen gedacht, die an eine natürlichere Form als die klassische therapeutische Hilfe glauben. Für Menschen die das Studieren von Berufen akzeptieren, diese jedoch nicht als Konfirmation für Wissen über die Seele stellen. Ein Text für offene Menschen, die schon viele Heilungsangebote in Anspruch genommen haben und offen für etwas neues sind. Eine offene und verständnisvolle Haltung gegenüber Gurus und der indischen Weisheitslehre kann bei diesem Text auch nicht schaden, sag ich jetzt mal so salopp :)
Ich sehe mich in diesem Text in der Rolle als Übersetzer der indischen Weisheitslehre und als ich selbst Begleitungen bei Reiner Maria hatte, meinte dieser: "Du bist vielleicht 1 % von den 100 % Suchenden, welche die indische Weisheitslehre im westlichen Bewusstsein verstanden haben. Und diese Aussage von einem Menschen, dessen Weg zur Erleuchtung nur sehr wenig Berührungspunkte mit dem indischen Weg hatte.
Zweiter TEil der "GURuKULTUR"
Ich habe bereits einmal über das Thema Gurukultur einen Blogbeitrag geschrieben und an diesem knüpft dieser Beitrag an. Meine Kunden kamen bis dato hauptsächlich aus dem europäischen Raum und da gibt es oftmals eine gewisse Angst die in diesen Breitengraden im Kontakt mit einem Meister einhergehen. Ein natürlicher Respekt ist wichtig und schau bitte selbst, ob du mit diesen Zeilen in Resonanz gehst. Wenn nicht, dann weg damit oder den Teil der für dich nicht richtig ist :) So einfach ist es.
Ich beleuchte hiermit ein neues Berufsbild und gebe gut möglich auch eine Vorlage oder ein Gefühl wie das Begleiten von Menschen in ihrer natürlichsten Form aussieht. Hier möchte ich dir noch mein Video zur Einzelbegleitung teilen und auch mein Buch, dass während einer Begleitung entstanden ist. Für Dienstleisterinnen die im Bereich der seelischen Arbeit tätig sind, sind meine Zeilen gut möglich eine Inspiration. Liest du diesen Text als Lehrerin, Therapeut, Schamane oder was auch immer, dann bin ich auch gerne bereit auf Einladung vor Menschen über dieses Thema zu sprechen oder auch in den Austausch mit dir zu gehen. Jedoch nur wenn der Austausch von Herz zu Herz passiert, denn auf Diskussionen habe ich keine Lust. Es gibt sehr viele schöne Gesprächsthemen, und über etwas essienzelles wie die Begleitung von einem Menschen zu sprechen, ist eines der schönsten Dinge die ich kenne.
Gut möglich, das zu diesem Thema einmal ein Buch von mir rauskommt und dann hat sich der finanzielle Aspekt auch erledigt. Momentan sind die Blogartikel kostenlos auf meiner Website und ich freue mich natürlich über eine Zuwendung, als Zeichen der Wertschätzung für meine Zeit und Arbeit.
Mal schauen wo ich beginne ...
Am besten mit einer realen Geschichte im Fluss meines Lebens. Wie manche meine Leserinnen oder Vlogschauer wissen, habe ich zurzeit meine Selbstständigkeit ruhend geleg. Übergangsmäßig war ich bei der österreichisches Post als Zusteller angestellt. Ich belieferte den Raum Langenlebarn in Niederösterreich mit Paketen, Briefen und diveresen anderen Sendungen. Ein E-Auto war mein Beförderungsmittel und dieses freie fahren hat sehr viel Spaß gemacht. Auf viel befahrenen Straßen war ich immer wieder gefordert in mich zu gehen und meinen Impulsen zu folgen, da ein Fehlschritt oder eine Unachtsamkeit schwerwiegende Folgen haben könnte. Dieser Aspekt sollte sich aus meiner Sicht auf die Bezahlung auswirken und ich habe großen Respekt vor allen Mitarbeiterinnen, die sich in diesem schnellen Berufsfeld bewegen.
An und für sich ein schöner Beruf, denn draußen unterwegs zu sein entspricht meiner abenteuerlustigen Natur und den direkten Kontakt mit Menschen mag ich auch sehr. Diese Kombination ist etwas schönes für mich. Doch wenn es um das Ansprechen von unbequemen Dingen ging, bin ich auf zu starke Widerstände gestoßen, wodurch ich an starken Erschöpfungszuständen litt. Die wirken noch nach. Jetzt kannst du als Leser natürlich sagen. Ja Martin, so wach wie du bist, sollte das eigentlich nicht sein. Irgendwo hast du bestimmt recht, doch in gewissen Menschenfeldern fällt es zumindest mir sehr schwer da einen Weg des ehrlichen Miteinanders zu finden und bei mir zu bleiben.
Genug mit der Post, jedoch bringen mich diese einleitenden Worte zu meinen täglichen Touren und zum Haupttheme, um das es sich hier in diesem Beitrag dreht. Mein Nervensystem ist gerade unruhig und da lasse ich mich von Hilfe und Möglichkeiten finden. Da ein wertvolles Gespräch auf der Straße, da ein Austausch bei der Tankstelle oder was auch immer.
Siehe auch: Weisheit ist immer und überall
Da ich die Wirkung einer Begleitung kenne und außer Reiner - mit dem ich aktuell keinen Kontakt mehr habe - das sonst niemand so anbietet, sind wirkungsvolle Angebote etwas schwer zu finden. Und doch gibt es sie :) Und so bin ich einem Kunden mit dem Namen Ciro begegnet. Da es eine Abkürzung des echten Namens ist, lasse ich ihn hier stehen und das gewährleistet auch den Schutz dieser Person. Ciro bezeichne ich liebevoll als Austrotürke. Er hat eine Glatze, Vollbart und vom ersten Eindruck einen gut tranierten Körper. Erster Eindruck deshalb, weil ich die trainierte Figur bei einem Gespräch anspreche und er mir mit der Präsentation seiner Wampe ein anderes Bild vermittelte :)
Also ... Ciro ... Etwas kleiner als ich, wohnt er in einer Wohnung mit seiner Freundin zusammen. Das weiß ich, weil es eines schönen Zustelltages zu einem Stiegenhausgespräch kam. Wir sind dadurch auf witzige Gemeinsamkeiten in unserem Lebenslauf draufgekommen. Aufgewachsen in einem ähnlichen Gretzl in Wien und eine ähnliche Erfahrung als Zusteller bei der österreichischen Post. Weil unser erster Austausch schön war, hat er mich in seine Wohnung auf einen Kaffee eingeladen. Das war ein Punkt wo ich ziemlich erledigt war und da kam mir dieses Gespräch genau richtig. Dabei erzählte ich ihm auch über meine ruhende Tätigkeit als spiritueller Begleiter und so kommen wir über Erleuchtung und Bewusstsein ins Gespräch. Seine Sprache über Bewusstsein ist anders als meine und so tun wir uns anfangs etwas schwer auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Auf mich wirkt es teilweise wie eine Diskussion und auf der anderen Seite ist mein Herz allgemein gerade etwas verschlossen. Gleichzeitig möchte ich seinen Worten folgen und wie es scheint prallen da gerade zwei Verständniswelten aufeinander. Es kommt zu einem großen Missverständnis und ich bin gerade nicht in der Energie das aufzulösen. Am Ende fahren wir gemeinsam zum Hofer einkaufen und er setzt mich danach sehr liebenswürdig beim Bahnhof ab. Auch wenn ich diesen scheinbaren Meister durch eine Fügung kennengelernt habe, fehlt es schlussendlich doch etwas an spiritueller Ressonanz, sodass die Gesagten Worte ihre Wirkung verfehlen. Spirituell trifft es in diesem Fall nicht so gut, jedoch fällt mir gerade kein besseres Wort ein. Du weißt was ich meine.
Ich weiß von mir selbst, das mein größter Schattenaspekt, mein zu hoher Anspruch ist. Hier die passende Balance gerade zu finden, Menschen nicht überzubewerten aber sehr wohl die Situation realtiätsnah zu betrachten, fordert mich gerade heraus. Ich hab für mich in meiner Realisierung erst sehr spät erkannt wie komplex das bewusste Leben der Seele ist. Das wäre einen eigenen Blogbeitrag wert.
Natürlich ist Ciro ein Meister, der jedoch seinen Dienst bis dato nicht offiziell anbietet. Mit offiziell meine ich durch einen offiziellen Webauftritt und einer Erfahrung von Menschen die er offiziell begleitet hat. In diesem Dienst gibt es wie bei jedem anderen Berufsbild Erkenntnisse die im menschlichen miteinander wichtig sind. Es gibt Menschen die brauchen manchmal einfach nur den Raum und andere direktere Anweisungen. Je nachdem ob diese mehr aus dem Opfer- oder Täterbewusstsein kommen. Auf absoluter Ebene ist dieses Wissen nicht wichtig, jeoch für die Wirkung und die damit einhergehende Resonanz sehr wohl. Vorallem wenn ich an der Bewusstwerdung bzw. Heilung eines Menschen interessiert bin, ist das aus meiner Sicht ein wichtiger Aspekt. Zumindest ist das mein Eindruck bei den Menschen die den Weg zu mir gefunden haben.
Aufgrund dieser menschlichen Diskrepanz zwischen mir und Ciro ist ein einschwingen auf Ciro herausfordernder als mir lieb ist und aus meiner Sicht, schwingt das türkisches Massenbewusstsein auch etwas mit. So sehr ich ihn respektiere und schätze, hat er aus meiner Sicht da einen Schatten selbst nicht erkannt. Ich habe in der türkisch patriachalischen Kultur selten jemanden erlebt, der sich in Gesprächen über die Essenz etwas sagen lässt. Erleuchtet, erwacht oder was auch immer. Dieses "von oben herab" sitzt so tief in dieser Kultur verankert, dass es schon überdurchschnittlich viel Mitgefühl braucht um das für sich zu erkennen. Das ist ok, doch das macht das Zusammentreffen schwierig. Eine Sch… Dynamik und am Ende nicht wirklich hilfreich für mich.
RESONANZ
Resonanz hat für mich etwas weiches im harten und wenn eine guter Schmäh ankommt, dann ist auch meistens die Resonanz die Richtige. Der Humor kann hier aus meiner Sicht als Indikator dienen, obwohl viele Suchende durch ihre Verschlossenheit Humor oft nicht zulassen können. Ein schwieriger Balanceakt und auch wenn nicht gelacht wurde, war die Resonanz spürbar.
Siehe auch: Humor, die Brücke zur Seele
Ich hatte bei der Post zum Beispiel einen Kollegen, der ein unglaublich großes Herz hat. Ich hab selten so ein ausgeprägtes Herzgefühl gesehen und das hat sich für mich daran gezeigt, dass er die mürrigsten Menschen in seiner Gegenwart zum Lachen gebracht hat. Und das in einem Umfeld, das zumindest für mich vom Gefühl sehr rauh ist. Und ich spreche hier nicht von einem oberflächlichen Lachen, sondern von einem Lachen aus dem Herzen. Gefühlt jede Mitarbeiterin fühlt sich zu ihm hingegzogen und möchte in Austausch mit ihm gehen. Mit ihm kann prinzipiell jede. Doch leider fehlt in seinem Gehabe die Wahrnehmung von Richtigkeit und dadurch wird er unbewusst ausgenutzt, hat Herzprobleme oder spielt das Spiel des Druckes einfach mit.
Ein Inspirierendes Video für mich
Ich mache nun einen Sprung zu einem Video das mich seit langer Zeit berührt und das ich richtig gut finde. Es zeigt den indischen Meister Kiran, wo er zu der Weisheitslehre Ramana Maharshis interviewt wird. John David ist der fragenstellende Mann. Hier der Link. Was mir an diesem Interview sehr gefällt, ist die Natürlichkeit der Sprache. Es gefällt mir, das Kiran über die Risiken eines spirituellen Business spricht und selbst als industrieller Unternehmer tätig war. Kiran weilt nicht mehr unter uns. Ich finde diese Interviewserie allgemein sehr gelungen und wenn du dich durchklicken magst, spürst du bei unterschiedlichen Meistern eine unterschiedliche Resonanz.
Durch Kirans Hauptberuf als Chef einer weltlichen Firma, grenzt er sich von anderen Meistern ab und gab Satsangs nebenbei. Ob er dafür Geld verlangt hat weiß ich nicht, denn ich habe keine offizielle Website über ihn gefunden. Wie es bei selbstverwirklichten Meistern ist, kommen die Suchenden meist automatisch durch eine Empfehlung oder durch ein unerwartetes Erlebnis zu einem Kontakt mit ihrem Meister.
Nebengeschichte
In dem Zeitraum, an dem dieser Blogbeitrag entsteht, fahre ich mit dem Bus aus Niederösterreich in die Klaviergallerie nach Wien. Ich möchte Klavier spielen und habe gerade kein Klavier in meinen Räumlichkeiten. Im Bus treffe ich eine Geigenspielerin, die ich darauf anspreche ein paar Fotos von ihr für diesen Beitrag zu fotografieren. Ich hatte die Intention, eine schöne Straßenfotoserie zu erstellen und innerhalb dieser Serie ein paar schöne Portraitaufnahmen zu finden. Der Impuls der Portraitaufnahmen kommt mir als ich die Frau im Bus sitzen sehe. Ich gehe mit ihr während der Busfahrt in Kontakt und nachdem ich ihr erklärt habe, wofür ich die Fotos verwenden möchte, willigt sie im ersten Schritt ein. Wir tauschen auch Kontaktdaten aus und ich schicke ihr den Link zu meiner Website, damit sie sich ein Bild von meiner Arbeit als Begleiter machen kann.

Ihr Posing ist durch ihre eigenen Impulse entstanden und durch meine Begleitung mit der Kamera in der Hand. Weil es sich so im Fluss ergibt, ist bei jedem von uns beiden noch ein Zeitfenster bis zum nächsten Termin Zeit und das passt perfekt. Bei mir die Buchung in der Klaviergallerie und bei ihr ein Nachmittagskonzert im Wiener Konzerthaus.
Ich möchte an dieser Stelle auch dazu sagen, dass ich ihre Art richtig angenehm fand und ich hatte sofort einen Draht zu ihr. Die Resonanz hat gepasst und sie hat sich super auf das Shooting eingelassen. Ein Gefühl für Impulse war für mich deutlich zu spüren und auch ein Gefühl für natürliche Fotos aus dem Moment und was richtig ist und was nicht. Das hat sich auch schon während der Busfahrt gezeigt, als sie über ihr Handy ohne Kopfhörer Musik gehört hat. Das war störend für mich und ist ein unbewusster Akt. Als ich sie auf die störende Lautstärke angesprochen habe, gab es vollstes Verständnis und sie hat den Ton abgedreht. So sehr ich den aufgeschlossenen Kontakt am Land mag, desto mehr fählt mir auf, dass es hier bei sehr wenigen menschen ein ausgeprägtes Gefühl für das wahren der eigenen und der anderen Grenzen gibt. Das ist mega anstrengend für mich gerade. Darum umso schöner mit einem Menschen zu tun zu haben, der das spürt und ab unserem ersten Kontaktpunkt war mir auch klar, dass wir beim Shooting gut harmonieren würden. Ihre künstlerische Ader und ihr Beruf als professionelle Geigenspielerin war vom Gefühl auch von Vorteil, was jedoch noch lange nichts heißt. Ich habe durch meine eigene Kunst viele Künstler erlebt, welche die Kunst über ein respektvolles Miteinander stellen und da wird das ausüben der Kunst zur Falle.
Durch unseren Austausch erfahre ich auch, dass sie heute als Geigerin bei der Abendvorstellung im Konzerthaus spielt und ich entschließe mich spontan am Abend hinzufahren.
Offenes Herz
Ich habe vor einiger Zeit eine Videoserie gestartet, wo ich ein paar Unklahrheiten über die Bedeutung des Herz im spirituellen Erwachen erzähle. Auch weil es mir gerade hilft wieder selbst mehr ins Herz zu kommen und „ReHeart“ ist der Titel dieser Videoserie, zu welchem ich vor Jahren auch schon ein Buch geschrieben habe. Dieses wartet nur noch auf die Veröffentlichung. Die Videoserie ist zum Zeitpunkt des Blogbeitrages noch nicht online und falls es dich interessiert, gib es gerne unten im Suchfeld der Website ein. Gut möglich, das es dann schon online ist.
Ich sehe das Herz als einen wichtigen Faktor innerhalb einer Begleitung und doch ist es nicht das Wichtigste. Ich weiß nicht mehr wer diesen Satz gesagt hat, doch er kommt immer wieder in mein Bewusstsein und ist aus meiner Sicht ein Satz den ich unterschreibe. Eine wahre Meisterin öffnet dein Herz. Und das passiert meines Erachtens leichter wenn eine natürliche Resonanz zwischen Suchenden und Meister stattfindet. In Resonanz müssen gewisse Dinge nicht ausgesprochen werden, sondern eine Art natürliches Mitschwingen ist da. Unklarheiten und eigene Schatten können in diesem Atemzug offen angesprochen werden und so sind diese Themen auch gleich wieder vom Tisch. Wodurch es noch leichter zu Erkenntnissen kommt. Ich bezeichne die Resonanz auch als Grundsympathie. Die Verbindung mit einem Guru bzw. Meister entsteht leichter durch ein offenes Herz und wenn dieses verschlossen ist, dann kann die Resonanz ein ein wichtiger Indikator sein, dass es für dich passt.
Eine Aussage von Kiran
Kiran erzählt in seinem Video, dass der Suchende Mensch nicht wissen kann, was durch den Meister auf ihn zukommt. Da stimme ich zu, jedoch sehe ich die Resonanz als einen wichtigen Aspekt in einer gemeinsamen Begleitung, in einem Satsang oder was auch immer. Falls du nicht weißt was ein Satsang ist, google bitte selbst und schau auch hier vielleicht mal nach deinem Gefühl von spiritueller Resonanz. Glaube nicht jedem dahergelaufenen Meister und glaube auch nur dem Inhalt in diesen Zeilen mit dem du selbst in Resonanz gehst. Bei einigen Menschen gibt bei Gesprächen über die Essenz des Lebens oftmals ein trotziges Verhalten. Das kann die Resonanz überdecken und sei hier ehrlich mit dir. Schau mit deinem Herzen. Aus absoluter Sicht ist es egal, aber da es am Ende um den Umgang im menschlichen geht, hat die Ressonanz einen wichtigen Stellenwert bei der Suche bzw. Findung eines Lehrers. Viele Suchende sind aus meiner Erfahrung bei so einer Zusammenkunft oft überdurchschnittlich verletzt und wenn die spirituelle Resonanz fehlt, dann kann das in Kombination mit der Offenheit diese negativen Aspekte bzw. Schatten verstärken. Das habe ich selbst erlebt und das kann zu gewissen emotionalen Vergiftungen führen. Auch wenn es aus absoluter Sicht, keine Verletzung gibt. Denn „ich bin verletzt", ist ja schlussendlich auch nur ein Gedanke“ und nicht die Botschaft, die das Gefühl sagen will.
Ich bezeichne einen Satsang auch nicht wirklich als Begleitung, mit Ausnahme des Last Satsangs von Dolano. Siehe meine WegbegleiterInnen. Die Themen werden sehr oft nur allgemein aufgegriffen und das hat auch zur Folge, dass die suchenden Menschen zum Nachlaufen beginnen. Darum habe ich mich selbst für die 1:1 Begleitung entschieden, weil ich da direkt auf den Menschen vor mir eingehen kann. Viele Menschen erwachen im Beisammenseins eines Meisters nie oder nur sehr schwer.

Die Konzertveranstaltung am Abend war in zwei Hälften aufgeteilt. Die Temperaturen im Saal waren einfach nur ermüdend und tragen für mich überhaupt nicht zur Entspannung bei. Am Ende ist es mir zu viel und so entschließe ich mich, noch vor dem offiziellen Ende zu gehen. Vor der Türe komme ich mit einem jungen Türsteher in Kontakt. Ich würde ihn auf 22 bis 24 Jahre einschätzen. Ich erzähle ihm von meiner aktuellen Wohnungssituation, denn ich habe einen Nachbarn über mir, der trampelt und die Situation überfordert mich gerade etwas. Die Sprache des Türstehers geht mit meiner in voller Resonanz und er teilt seine Sicht auf die Dinge mit mir. Wieder findet mich ein Lösungsansatz durchs Leben und durch den offenen und ehrlichen Austausch. Er hat eine feine Art zu sprechen und ich weiß durch sein gefühlvolle Wortwahl, das er mich nicht belehren will. Kurz gibt er mir das auch zu verstehen, indem er meint:“Ich will dich nicht belehren…“ und ich erwiedere ihm mit einem positiven lächeln: „Das ist mir am Anfang unseres Gesprächs schon aufgefallen.“ Auf meiner Zunge liegt mein Herz und wir beide sind auf Augenhöhe.
RESONANZ in der Musik
Am Ende dieses Austausches komme ich auf den hingebungsvollen Dienst zu sprechen, über den ich schon lange nicht mehr gesprochen habe. Denn mir ist der erste Geiger des Orchesters aufgefallen. Das spielerische Handwerk beherrscht dieser für meinen Eindruck richtig gut, doch das Spiel wirkt auf mich nicht.
Kurz möchte ich auf die Baghavatgita eingehen, weil das hier gut reinpasst. Aus meiner Sicht gibt es drei essenzielle Kapitel und eines beschreibt die drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur. Das erste sind wie erwähnt „die drei Erscheinungsweisen“, das andere „der hingebungsvolle Dienst“ und das Dritte fällt mir gerade nicht ein. Der Geigenspieler ist ein super Beispiel für die vorvorletzte Stufe dieser Erscheinungsweisen. Nämlich der, der Leidenschaft. Aufsteigend sind die Erscheinungsweisen der materiellen Natur folgende: Die Dunkelheit, die Leidenschaft, die Tugend und die transzendierende wird hingebungsvoller Dienst genannt. Ich möchte da jetzt auch nicht belehren, ich finde die Auslegung auf das Leben mega interessant.
Der erste Geiger spielt also in der Erscheinungsweise der Leidenschaft. So wirkt das gespielte auch richtig gut, nur das beseelte in der Musik bleibt dadurch aus. Das unterscheidet für mich auch einen Musiker von einem Künstler. Zumindest einen Aspekt davon. Es ist voll schön mit dem Türsteher darüber zu sprechen, denn er kann mir zu hundertprozent folgen und unser Bewusstsein ist in Resonanz. Nachdem ich über den hingebungsvollen Dienst spreche, ist es einfach nur leise zwischen uns und es wirkt. Ich liebe es wenn essenzielle Aussagen im Raum stehen bleiben. Das ist für mich romantik pur und ich bin ja auch ein romatnischer Typ :)
Siehe auch:

Alles Liebe
Martin








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